Gefangen in unserem täglichen Hamsterrad, vergessen wir uns selbst ziemlich oft. Erst am Abend wird uns bewusst, dass der Tag nur so an uns vorbeigezogen ist und wir nicht einmal eine Pause gegönnt haben, keine Zeit zum Durchatmen hatten. Jedoch brauchen wir einen Ausgleich zum Tagesgeschehen. Unser Tag sollte immer ein gesunder Mix aus Anspannung und Entspannung sein. Der Begriff Work-Life-Balance steht genau dafür. Wir sind nicht nur zum Arbeiten auf der Welt. Kleine Atempausen gehören zum Tag dazu, aber wie wir sie gestalten ist uns überlassen.
Vielleicht noch ein paar kurze Information zum Stress und was er mit uns anrichten kann. Die äußeren negativen Stressreize, die auf uns einwirken, lösen in unserem Körper eine Art Alarmbereitschaft aus, die dazu führt, dass die Durchblutung, der Herzschlag und die Atemfrequenz sich erhöhen. Unsere Atmung wird meist flacher und unser Organismus wird so nicht mehr mit ausreichend Sauerstoff versorgt. Kurzfristig ist diese Reaktion völlig normal und wirkt sich auch nicht schädlich auf unsere Gesundheit aus. Ganz im Gegenteil, sie setzt sogar plötzlich eine Energie frei und lässt uns gleichzeitig schnelle Entscheidungen treffen. Wenn wir diesem Zustand aber doch über einen längeren Zeitraum ausgesetzt sind, dann kann er chronisch werden und wird für unseren Organismus sehr belastend. Die Symptome, die damit einhergehen sind unterschiedlicher Natur und kommen und gehen, wechseln sich gegenseitig ab, sind mal stärker und mal schwächer. Dazu zählen z.B.:
- innere Unruhe
- erhöhte Reizbarkeit
- Schlafstörungen
- erhöhter Puls/ Herzschlag
- Verpannungen, hauptsächlich Nacken, Schultern und Rücken
- Kopfschmerzen
- Konzentrationsstörungen
Daher ist es wichtig sich einen Ausgleich zu schaffen. Regelmäßige kleine Atempausen, die du in deinen Alltag gut integrieren kannst. Ich möchte Dir dazu gern ein paar Anregungen geben. Vielleicht ist etwas Passendes für dich dabei:
- Ruhige Morgenroutine – Schaffe Dir eine ruhige und ausgeglichene Morgenroutine. Starte achtsam in den Tag, strecke dich, formuliere einen positiven Gedanken, nimm eine Kraftdusche und tanke positive Energie für den Tag. Runde ihn mit einer kleinen Bewegungseinheit und einem gesunden, ausgewogenen, leichten Frühstück ab.
- Spaziergang an der frischen Luft – nutze eine Stunde am Tag, um in die Natur zu gehen und an der frischen Luft deinen Tank aufzufüllen. Gehe bewusst mit all deinen Sinnen und beobachte, was um dich herum passiert. Was siehst du, was riechst du, was hörst du? Ich möchte dir dafür eine kleine Übung mitgeben, sie heißt Wolkentanz – Beobachte die vorüberziehenden Wolken. Setze dich dafür hin oder lege dich ins Gras. Und? Wie sehen sie aus? In welche Richtung ziehen sie? Kannst du den Wind, der sie antreibt, selbst auch spüren? Denke dir spontan eine kleine Geschichte aus, was die Wolken gerade erleben.
- Sport, vielleicht Yoga? – Was immer gut zur Entspannung eingesetzt werden kann, ist eine kleine Sporteinheit. Entweder powerst du dich einmal richtig aus oder du suchst dir eine Entspannungseinheit aus, vielleicht probierst du dich in Yoga, autogenem Training, progressiver Muskelentspannung oder, oder aus. Es gibt so viele Möglichkeiten, du musst nur die passende für dich finden.
- Meditation – Hast du schon einmal meditiert. Deinen Geist und deine Wahrnehmung geschult? Im Zustand der tiefsten Entspannung können wir uns wunderbar regenieren. Es gibt verschiedene Formen der Meditation. Diese konzentrierte Aufmerksamkeit kannst du auf vielfältige Weise üben. Bei der Meditation geht es im Wesentlichen darum, sich vollkommen auf eine einzige Sinneswahrnehmung zu konzentrieren und diese zu beobachten. Die dabei auftretenden Gedanken sollen uns nicht ablenken, vielmehr konzentrieren wir uns immer wieder auf die Sinneswahrnehmung und kommen so in eine tiefe Entspannung.
- Familienzeit – Planen sie Zeit mit der Familie ein, fern von Haushalt und Arbeit. Ein gemeinsames Spiel, ein Ausflug, ein gemütliches Essen. Es gibt so viele Möglichkeiten, aber erleben sie sie ganz bewusst und ohne Reue. Führen sie vielleicht ein tägliches Familienritual ein? Erzählen sie sich am Abend drei Dinge, die ihnen an diesem Tag gut gelungen sind. Jeder ist einmal dran. Spüren sie die Gemeinschaft und die Dankbarkeit?
- Trinke gemütlich eine Tasse Kaffee oder Tee und nehme ihn bewusst mit deinen Sinnen war.
- Nimm dir dein Lieblingsbuch zur Hand – legen dich auf die Couch oder setze dich in deinen Lieblingssessel und nimm dir Zeit in die Geschicht einzutauchen.
- So wir eine ruhige Morgenroutine, kann auch ein Abendritual für eine kleine Entspannung sorgen.
Es gibt aber noch so viel mehr Möglichkeiten, als die, die ich aufgezählt habe. Schreibe mir doch mal deine kleinen Atempausen in die Kommentare!

